Mannschaft Hertha BSC 1923/1924

Die Meisterjahre

Sportlich begann Herthas große Zeit. Bereits 1925 wurde der Klub erneut Berliner Meister, scheiterte aber in der anschließenden Meisterschaftsendrunde im Halbfinale mit 1:0 nach Verlängerung am FSV Frankfurt. Ein Jahr später qualifizierte Hertha sich abermals als Berliner Meister für die nationale Endrunde. Hertha gelangte erstmals ins Endspiel, doch zum ganz großen Wurf reichte es nicht. 40.000 Zuschauer sahen in Frankfurt eine 4:1 Niederlage gegen die SpVgg. Fürth. 1927 schließlich fand das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft in Berlin statt. Doch es half nichts. Mit 2:0 besiegte der 1.FC Nürnberg Hertha BSC vor 50.000 Zuschauern im Deutschen Stadion (an der Stelle des heutigen Berliner Olympiastadions).

Hertha BSC Deutscher Meister 22.Juni 1930

Auch 1928 erreichte Hertha das Endspiel. Abermals verloren die Berliner vor 60.000 Zuschauern im Altonaer Stadion mit 5:2 gegen den Hamburger SV. Am 28. 7. 1929 war es erneut die SpVgg. Fürth, die Hertha BSC eine Endspielniederlage beibrachte. 3:2 siegten die Fürther vor 50.000 Zuschauern auf dem Club-Platz in Nürnberg. Während sportlich die Bilanz stimmte, war die Zufriedenheit der Mitglieder mit der Fusion mittlerweile doch getrübt. So trennte Hertha sich wieder vom Berliner SC. Gegen Zahlung einer Abfindung an den Hauptverein konnte Hertha den Platz und auch das BSC im Namen behalten. Schließlich hatte der Verein die größten Erfolge unter dem Namen „Hertha BSC“ errungen, und Hertha wollte diesen Namen auch nach Rückabwicklung der Fusion beibehalten. Am 22. Juni 1930 war es dann endlich so weit. 40.000 Zuschauer im Düsseldorfer Rheinstadion sahen, wie Hertha BSC mit 5:4 gegen Holstein Kiel den Deutschen Meistertitel holte! Dabei hatte Hertha bereits früh mit 0:2 zurückgelegen, ehe Hanne Sobek mit Toren in der 22. und 26. Minute zum 2:2 ausgleichen konnte.

Meistermannschaft 1931

Eine erneute Kieler Führung konnte Lehmann zum 3:3 Pausenstand ausgleichen. In der 68. Minute schließlich ging Hertha BSC ebenfalls durch Lehmann das erste Mal in Führung, doch 8 Minuten vor Schluss stand es erneut Unentschieden. Ritter hatte zum 4:4 für Holstein getroffen. In der 87. Minute schließlich erlöste Ruch die Herthaner vom Fluch des ewigen Zweiten.

22.06.1930 – Finale 40.000 Zuschauer (Rheinstadion)  Hertha BSC - KSV Holstein Kiel 5:4 (3:3) SR: Willi Guyenz (Essen) Tore: 0:1 Widmeyer (4.), 0:2 Ritter (8.), 1:2 Sobek (22.), 2:2 Sobek (26.), 2:3 Ludewig (29.), 3:3 B. Lehmann (36.), 4:3 B. Lehmann (68.), 4:4 Ritter (82.), 5:4 Ruch (87.) Hertha BSC: Gehlhaar; W. Völker, R. Wilhelm; Leuschner, Ernst Müller, H. Radecke; Ruch, Sobek, B. Lehmann, Kirsei, Hermann Hahn.Der Erfolg vom Vorjahr wiederholte sich 1931. In Köln-Müngersdorf besiegte Hertha im Endspiel den TSV 1860 München. Diesmal war es Kirsei, der in der 89. Minute das späte Siegtor zum 3:2 Endstand schoss.

14.06.1931 – Finale 50.000 Zuschauer (Müngersdorfer Stadion) Hertha BSC - TSV 1860 München 3:2 (1:2) SR: Fissenewerth (Mönchengladbach) Tore: 0:1 Oeldenberger (24.), 1:1 Sobek (44.), 1:2 Lachner (45.), 2:2 Sobek (75.), 3:2 Kirsei (89.) Hertha BSC: Gehlhaar; W. Völker, R. Wilhelm; H. Appel, Ernst Müller, Stahr; Ruch, Sobek, B. Lehmann, Kirsei, Hermann Hahn