Die Gegenwart

Saison 99/00

Die Mannschaft startete furios in die Saison 1999/2000 und setzte sich schnell in den oberen Tabellenrängen fest. In der Champions League glänzten die Röber-Schützlinge mit Heimsiegen gegen den FC Chelsea (2:1) und den AC Mailand (1:0) und zogen sensationell in die Zwischenrunde der europäischen Königsklasse ein. Die Doppelbelastung, Bundesligageschäft und Champions League, forderte ihren Tribut.  Zahlreiche verletzte Spieler fielen vorübergehend aus. Hertha rutschte ins Tabellenmittelfeld der Bundesliga und schied in der Zwischenrunde der Champions League aus. Mit voller Konzentration auf das Bundesliga-Geschäft startete das Team von Trainer Jürgen Röber eine erfolgreiche Aufholjagd und sicherte sich am letzten Spieltag durch einen sechsten Platz zum zweiten Mal in Folge die Teilnahme am internationalen Wettbewerb.

Saison 00/01

Zum dritten Mal hintereinander gelang es Hertha BSC, sich für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Durch einen 1:0-Sieg auf dem Kaiserslauterer Betzenberg, Torschütze Alex Alves, landete die Mannschaft von Trainer Jürgen Röber auf dem fünften Tabellenplatz - ein versöhnlicher Abschluss einer Saison mit Höhen und Tiefen. In der Mitgliederversammlung am 19. November 2000 im Estrel-Convention-Center  stimmten die Mitglieder mit großer Mehrheit der Umwandlung von Hertha BSC in eine Kapitalgesellschaft auf Aktien (KGaA) zu. Auf den seit 1998 amtierenden Präsidenten Walter Müller folgte der Medienmanager Bernd Schiphorst. In der 3. Runde im Uefa-Pokal erreichte Hertha BSC am 21. November 2000 im Olympiastadion ein beachtliches und für Inter Mailand glückliches 0:0-Unentschieden. In den ersten beiden Runden hatten Preetz und Co. den moldawischen Vertreter Zimbru Chisinau sowie den polnischen Verein Amica Wronki ausgeschaltet. Das Rückspiel in Mailand endete mit einer großen Enttäuschung. Ganze zwei Minuten fehlten den aufopferungsvoll kämpfenden Herthanern, um die Sensation perfekt zu machen. Nach Toren von Recoba und Tretschok hatte es bis zur 88. Minute 1:1 gestanden, ein Ergebnis mit dem Hertha BSC ins Achtelfinale eingezogen wäre. Doch der eingewechselte Hakan Sükür nutzte eine Unachtsamkeit in der Hertha-Abwehr und erzielte den 2:1-Siegtreffer.

Saison 01/02

Für Hertha BSC begann die Vorbereitungsphase auf die Saison mit einem Paukenschlag. Nach einem sehr guten Trainingslager in Kaprun verzauberten Marcelinho, Deisler und Co. die Fußballexperten im Rahmen des Ligapokals. Dem souveränen Sieg gegen Leverkusen mit einem Traumtor von Neuzugang Marcelinho folgte im Halbfinale ein 1:0-Erfolg gegen Bayern München. Im Finale in Mannheim behielt Hertha BSC gegen den FC Schalke 04 ebenfalls die Oberhand und gewann zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Ligapokal. Nach einer Saison, die einer Achterbahnfahrt glich, schaffte Hertha BSC es erneut, sich für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Hertha BSC landete mit 61 Punkten auf Rang vier. Nach der 0:1-Niederlage in Cottbus trennte sich der Verein von seinem langjährigen Trainer Jürgen Röber. Seine Nachfolge trat Falko Götz an.

Saison 02/03

Zum 110. Vereinsjubiläum präsentierte Hertha seinen Mitgliedern den Ausflugsdampfer, der einst Namensgeber gewesen war. Aufmerksame Herthaner hatten ihn in Wusterhausen vor den Toren Berlins ausfindig gemacht. Feierlich wurde der Dampfer wieder auf „Hertha“ getauft. Außerdem wurde zum Vereinsjubiläum vom damaligen Vereinspräsidenten Bernd Schiphorst die Hertha BSC Berlin-Stiftung gegründet, die Jugendprojekte im Bereich Sport und Kultur fördert. Die Vorbereitung auf die Saison 2002/03 verlief ähnlich wie im Jahr zuvor: Nach Siegen gegen den FC Bayern München und den Deutschen Meister Borussia Dortmund stand Hertha BSC im Ligapokalfinale und besiegte im Bochumer Ruhrstadion den FC Schalke 04 mit 4:1. In der Bundesliga reichte es erneut zu einem Platz (5.), der zur UEFA-Cup-Teilnahme berechtigte.

Saison 03/04

Mit dem Saisonziel Champions League in die Spielzeit gestartet, sicherte sich der Klub erst am vorletzten Spieltag durch ein 1:1 beim TSV 1860 München den Klassenerhalt. Trainer Huub Stevens musste nach einem 1:6 im DFB-Pokal beim SV Werder Bremen am 04. Dezember 2003 die Koffer packen. Für die restlichen drei Spiele des Jahres übernahm Interims-Coach Andreas Thom das Kommando. Zwei Tage vor Weihnachten präsentierte Hertha BSC Hans Meyer als Trainer bis zum Saisonende. Mit akribischer Arbeit führte der „Trainer-Oldie“ am Ende der Saison das Team auf Platz 12 der Tabelle und wurde von den Fans beim letzten Heimspiel gegen den 1. FC Köln euphorisch gefeiert.

Saison 04/05

Hertha BSC war wieder da, wo sich der Verein langfristig etablieren wollte: im internationalen Wettbewerb. Nach einjähriger Abstinenz qualifizierte sich der Hauptstadtklub wieder für den Uefa-Pokal. Mit teilweise begeisterndem Fußball machte die Mannschaft von Trainer Falko Götz die Vorsaison vergessen. Ein Tor im letzten Heimspiel fehlte, sonst hätte Hertha BSC um die Qualifikation zur Champions League gespielt. Im DFB-Pokal kam nach einer 2:3-Niederlage beim Regionalligisten Eintracht Braunschweig allerdings das Aus schon in Runde 2.

Saison 05/06

Die Saison 05/06 glich einer Berg- und Talfahrt. Nach dem besten Saisonstart in der Hertha-Geschichte folgte eine nie vorher da gewesene Misserfolgsserie. Auch mit Neuverpflichtung Marko Pantelic blieb Hertha BSC 13 Pflichtspiele hintereinander ohne Sieg. Neun Bundesliga-Spiele, drei UEFA-Cup-Partien und das DFB-Pokalspiel beim Regionalligisten St. Pauli konnten die Herthaner nicht gewinnen. Bei Medien und Fans waren die Schuldigen schnell ausgemacht. Sowohl Manager Dieter Hoeneß als auch Trainer Falko Götz standen mächtig in der Kritik. Aber der Verein behielt einen kühlen Kopf, richtete sich nicht nach den Verhältnismäßigkeiten des normalen Bundesliga-Alltags und hielt an Falko Götz fest. Mit Erfolg! Das 3:0 bei Titelaspirant Werder Bremen wirkte wie ein Befreiungsschlag. Danach blieb Hertha weitere sechs Spiele ungeschlagen und war wieder im Rennen um einen UEFA-Cup-Platz. Dann allerdings setzte es eine herbe 1:5-Heimschlappe gegen Bayer Leverkusen und Hertha musste den Kampf um den UEFA-Cup-Platz aufgeben. Aber durch einen 4:2-Erfolg über den HSV sicherte sich Hertha BSC doch noch die Möglichkeit, über den UI-Cup in den UEFA-Cup zu gelangen.

Saison 06/07

In der Saison nach der grandiosen Weltmeisterschaft qualifizierte sich Hertha BSC über den UI-Cup noch für den UEFA-Pokal. Der Saisonstart gelang gut. Hertha BSC blieb sechs Bundesliga-Spiele ohne Niederlage und gewann vor heimischem Publikum gegen Hannover und Schalke deutlich. Aber es setzte auch Rückschläge: Hertha scheiterte in der ersten Runde des UEFA-Cups an Odense BK, die Spiele gegen München und Cottbus gingen verloren. Weil neben dem sportlichen Misserfolg die Dissonanzen zwischen Trainer Falko Götz und einigen Spielern hörbar geworden waren, reagierte Hertha BSC: Die Berliner trennten sich von Götz und seinem Assistenten Andreas Thom.  Am Ende wurde Hertha BSC Zehnter.

Saison 07/08

In der Saison 07/08 fand der größte Umbruch seit dem Wiederaufstieg statt. Mit der Verpflichtung des Trainergespanns Lucien Favre und Harald Gämperle war der erste Schritt zur Neuformierung getan. Doch besonders das Bild der Mannschaft sollte sich in den nächsten Monaten verändern. 16 Abgängen standen 10 Neuzugänge gegenüber. Trotz der 1:0 Niederlage zum Auftakt in Frankfurt gelang den Berlinern der Saisonstart gut. Hertha BSC belegte nach sechs Bundesliga-Spielen mit 12 Punkten kurzzeitig den ersten Platz in der Tabelle. Doch im DFB-Pokal war bereits in der 2. Hauptrunde Endstation. Hertha BSC unterlag beim Wuppertaler SV mit 2:0. Nachdem Hertha BSC nach der Hinrunde mit 20 Punkten auf dem 12. Platz überwintert hatte, verliefen die ersten sieben Partien der Rückrunde ähnlich gut wie die der Hinserie. Mit zwölf gewonnenen Punkten schienen die Herthaner sich stabilisiert zu haben. Nach einer Saison mit einigen Höhen und Tiefen schlossen die Berliner die Saison auf dem 12. Platz ab. Über die Fair-Play-Wertung erhielt Hertha BSC die Chance, in der nächsten Saison im UEFA-Cup anzutreten. Nach achtjähriger Amtszeit stellte sich Präsident Bernd Schiphorst nicht mehr zur Wiederwahl. Mit überwältigender Mehrheit wählte die Mitgliederversammlung den bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Gegenbauer zum Präsidenten.